Unsere Ernährungsberaterin zum Thema "Wie erstelle ich (m)einen Speiseplan?"
Montag, den 17. Januar 2011 um 09:05 Uhr
Egal, um welche Altersgruppe es sich handelt, für die ein Speiseplan entwickelt wird: Die Speisen auf dem Plan sollten in jedem Fall schmackhaft sein, gesund, abwechslungsreich, altersgemäß und die Kosten beim Einkauf der Zutaten sollten sich im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets bewegen. Und ganz wichtig: Die Speisen sollten bei möglichst vielen Familienmitgliedern die Geschmacksnerven treffen. Das sind viele verschiedene Aspekte, die bei der Speiseplanerstellung bedacht werden müssen, um auf einen Nenner gebracht zu werden.
Darüber hinaus spielt bei der Planung eine entscheidende Rolle, was es wie oft zu essen gibt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Richtwerte vor, wie häufig welche Speisen in einem Speiseplan mindestens oder höchstens vorkommen sollten. Wir bei Löwenzahn achten darauf, dass Gemüse und Rohkost, Obst und alle Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln, Reis, Teigwaren oder andere Getreideprodukte täglich enthalten sind. Mindestens einmal wöchentlich gehören Seefisch und überwiegend vegetarische Gerichte auf der Basis von Kartoffeln, Getreideprodukten und Gemüse/Rohkost auf den Tisch. Auch Eintöpfe, zum Beispiel aus Hülsenfrüchten, planen wir regelmäßig ein. Einmal wöchentlich sollte es Fleischgerichte, etwa Gulasch oder Hackfleischsoße, geben. Noch seltener, nämlich einmal im Monat planen wir ein Eiergericht wie Omelette. Alle zwei Wochen stehen süße Hauptgerichte wie Milchreis oder Grießbrei im Plan, einfach weil sie bei Kindern sehr beliebt sind und bei vielen Erwachsenen Erinnerungen an glückliche Kindheitstage hervorrufen.
Auch zu Hause bietet es sich an, sich einmal in zwei Wochen eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um den Speiseplan zu überdenken. Fachleute für Zeitmanagement haben herausgefunden, dass man durch eine Speise- und Einkaufsplanung pro Woche mehr als eine Stunde an wertvoller Zeit einsparen kann, weil keine Rezepte auf vorhandene Zutaten geprüft werden müssen und lästiges Nachkaufen, weil einzelne Zutaten fehlen, entfällt.
Nachfolgend finden Sie einige hilfreiche Tipps für Ihre Speiseplanerstellung zu Hause:
- Es empfiehlt sich, für den Privathaushalt zur besseren Übersicht, einen Rhythmus von zwei bis vier Wochen festzulegen.
- Ein Tipp! Schreiben Sie Ihre Wochentage, an denen Sie Essen zubereiten nebeneinander, und fügen Sie zwei bis vier Wochen untereinander.
- Auch individuelle Hinweise, die die Speisenzubereitung beeinflussen, finden hier ihren Platz. So haben Sie immer eine gute Übersicht!
- Hilfreich ist es auch, die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen aufzuschreiben und daraus die Gerichte zu planen.
- Planen Sie rationell und für den privaten Bereich ist es durchaus üblich einen sogenannten „Restetag“ einzubauen.
- Bedenken Sie immer die komplette Verpflegung eines Tages. Besondere Mahlzeiten zu anderen Tageszeiten sollten in der Mittagsverpflegung berücksichtigt werden, z.B. wenn Sie am Sonntag ausgiebig am Brunch teilnehmen, muss es kein üppiges Abendessen geben.
- Beteiligen Sie aber unbedingt alle Familienmitglieder an der Planung. Denn die Erfahrung hat gezeigt: Wer einen Essenswunsch einbringen darf, akzeptiert auch unpopuläre Gerichte, die ihm eigentlich nicht so gut schmecken.
Herzlichst,
Ihre Katja Degen, Ernährungsberaterin Löwenzahn