Wissenswertes

Esskastanie oder Rosskastanie

Im Herbst erfreuen sich viele Kinder daran Kastanien zu sammeln um aus ihnen Ketten oder kleine Figuren zu basteln. Diese Kastanien sind Rosskastanien und nicht essbar. Sehr wohl für den Verzehr geeignet hingegen ist die Esskastanie, auch Edelkastanie genannt. Trotz ihrer Ähnlichkeit sind Rosskastanien und Esskastanien nicht miteinander verwandt. Besonders große Sorten der Esskastanie heißen Maronen.

Die essbaren Kastanien erkennt man daran, dass sie nicht rund sind, wie die Rosskastanie, sondern nach oben hin zugespitzt. Außerdem haben die Esskastanien nicht den typischen weißen Ring der Rosskastanie. Die äußere Fruchthülle ist mit vielen kleinen länglichen Stacheln besetzt, die weniger fest sind als bei den Rosskastanien. Reife Früchte erkennen Sie daran, dass sich die stachelige Fruchthülle bereits leicht geöffnet hat.

Verwendung

In vielen Regionen Südeuropas diente die Esskastanie als Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. In diesem Umfang ist die Edelkastanie hierzulande nicht vertreten. Uns begegnen sie zumeist auf Weihnachtsmärkten als heiße Maronen. Typischerweise verfeinern sie so manche Weihnachtsgans oder werden für Süßspeisen verwendet. Die Zubereitung heißer Maronen ist einfach. Dazu wird an der Oberseite der Marone ein Kreuz eingeritzt und dann werden sie im Backofen bei 200°C geröstet. Die Schale öffnet sich dann fast von selbst und es duftet. Durch das Erhitzen erhalten sie erst ihren süßlichen Geschmack.

Mehr als nur Lecker

Neben dem typischen Geschmack haben die Esskastanien noch mehr zu bieten. Sie enthalten viele Proteine und Kohlenhydrate bei wenig Fett. Außerdem sind sie auch aufgrund ihres Mineralstoff- und Vitamingehalts nicht zu verachten. So liefern sie uns beispielweise viele B-Vitamine und auch Vitamin C.

 Esskastanien lagern

Falls jemand einen Esskastanienbaum entdeckt hat und einige der leckeren Früchte lagern möchte, braucht dazu einen kühlen und trockenen Aufbewahrungsort. In offenen Behältnissen lassen sie sich gut bis zu 3 Monate aufbewahren. Gelagert werden sie ohne die stachelige Umhüllung. Eine Möglichkeit der Haltbarmachung wäre, sie ohne Schale zu kochen und anschließend einzufrieren.

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